Nachhaltiger Geschirr spülen: Womit lassen sich Spülschwämme ersetzen?

Schaumstoff-Spülschwämme gehören seit Jahrzehnten zum Alltag in unseren Küchen. Sie sind günstig, praktisch und werden meist alle zehn Tage ausgetauscht. Im Gegensatz zu Plastiktüten, die zumindest gesammelt und recycelt werden können, werden gebrauchte Polyurethan-Schwämme kaum recycelt. Die meisten werden verbrannt oder landen für Jahrhunderte auf Deponien. Wer den Abfall in der Küche reduzieren möchte, kann einfache Alternativen in Betracht ziehen.

Zelluloseschwämme

Zelluloseschwämme werden aus pflanzlichen Materialien hergestellt und sind eine leisere, weniger verbreitete Alternative. Sie sind weicher als Schaumstoffschwämme und haben in der Regel keine scheuernde Oberfläche, weshalb viele Menschen sie übersehen.
Studien zeigen jedoch, dass Zelluloseschwämme nach einer Woche Nutzung weniger Bakterien ansammeln. Sie sind kompostierbar und werden oft in Papierverpackungen verkauft, was sie gut für eine Low-Waste-Routine geeignet macht.

 

Luffaschwämme

Luffa ist eine Pflanze, die mit der Zucchini verwandt ist. Wenn sie vollständig ausgewachsen und getrocknet ist, kann ihr faseriges Inneres zum Reinigen verwendet werden. Mit minimaler Verarbeitung wird Luffa zu einem langlebigen und natürlichen Schwamm.
Luffaschwämme schäumen gut, lassen sich leicht ausspülen und trocknen schnell. Sie sind fest genug, um Essensreste zu entfernen, bleiben dabei aber schonend zu Geschirr. Nach dem Gebrauch können sie kompostiert werden, da sie vollständig aus Pflanzenfasern bestehen.
Für hartnäckigere Verschmutzungen lässt sich Luffa mit einem Metalltopfreiniger oder einer Bürste mit Holzgriff kombinieren.

 

Handgestrickte Scheuerschwämme aus Naturfasern

In Öko-Läden findet man häufig wiederverwendbare Spülschwämme aus Naturfasern wie Jute oder Hanf. Sie sind in verschiedenen Formen und Strukturen erhältlich und für eine lange Lebensdauer ausgelegt.
Naturfasern sind robust, können gewaschen oder ausgekocht werden und nehmen unangenehme Gerüche meist weniger an. Sie trocknen zwar langsamer als Luffa, saugen Wasser aber gut auf und können am Ende ihrer Lebensdauer kompostiert werden.

 

Die einfachste Option

Manchmal ist die nachhaltigste Wahl, das weiterzuverwenden, was man bereits hat. Ein selbstgemachtes Spültuch aus alter Kleidung schenkt Materialien ein zweites Leben und reduziert den Bedarf an neuen Produkten.


Kleine Veränderungen im Alltag können Routineaufgaben ein wenig umweltfreundlicher machen.

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